Gas wechseln leicht gemacht: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Haushalte und Unternehmen

Warum ein Anbieterwechsel oft der schnellste Weg zur Ersparnis ist

Viele Kund:innen bleiben aus Gewohnheit bei ihrem Gasversorger – teilweise über viele Jahre oder Jahrzehnte. Die Folge: Man fällt automatisch in Standardtarife zurück oder profitiert nicht von neuen, günstigeren Angeboten. Dabei ist der Anbieterwechsel heute einfacher denn je und rechtlich klar geregelt. Ein Wechsel verursacht keine Versorgungslücke und erfordert in den meisten Fällen keine technischen Maßnahmen. Wer sich dem Thema einmal in Ruhe widmet – oder sich begleiten lässt – kann schnell mehrere hundert oder sogar Tausend Euro jährlich sparen.

Vorbereitung – welche Informationen du brauchst

Bevor du Tarife vergleichst, solltest du ein paar Daten bereithalten:

  • Aktueller Jahresverbrauch in kWh (steht auf der Jahresabrechnung)
  • Zählpunktbezeichnung deines Gaszählers
  • Name und Kundennummer deines aktuellen Anbieters
  • aktuelle Tarifbezeichnung, sofern vorhanden

Mit diesen Informationen kann ein Energieberater oder auch ein Vergleichstool sehr genau berechnen, wie teuer dein aktueller Tarif im Vergleich zu Alternativen ist. Bei Unternehmen kommen zusätzlich oft mehrere Objekte, unterschiedliche Verbrauchsprofile und abweichende Lastgänge hinzu – hier lohnt sich auf jeden Fall eine professionelle Begleitung.

Der eigentliche Wechselprozess – Schritt für Schritt

Sobald du dich für einen neuen Tarif entschieden hast, läuft der Wechsel in der Regel wie folgt ab:

  1. Antrag beim neuen Anbieter ausfüllen (online oder mit Unterstützung).
  2. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim bisherigen Versorger, sofern du ihm eine Vollmacht erteilst.
  3. Der Netzbetreiber wird informiert, der Zählerstand wird zum Stichtag festgestellt.
  4. Du erhältst eine Endabrechnung vom alten und eine Willkommensbestätigung vom neuen Anbieter.

Während dieses gesamten Prozesses bleibt die Gasversorgung ohne Unterbrechung bestehen. Du merkst den Wechsel im Alltag meist nur durch den Namen auf der Rechnung – nicht an der Heizleistung.

Häufige Mythen und Ängste – und warum sie unbegründet sind

Typische Sorgen lauten: „Was, wenn beim Wechsel das Gas abgedreht wird?“, „Muss ein Techniker kommen?“ oder „Gibt es versteckte Kosten?“ Die klare Antwort: In der Regel nein. Der physische Transport des Gases erfolgt über das Netz des lokalen Netzbetreibers, unabhängig davon, welcher Lieferant dich vertraglich betreut. Ein Anbieterwechsel ist daher keine technische Umstellung, sondern eine vertragliche. Zusätzliche Gebühren für den Wechsel selbst sind unüblich. Wichtig ist nur, Kündigungsfristen zu beachten und seriöse Anbieter zu wählen – dabei kann ein Energieberater helfen.

Warum sich eine professionelle Wechselbegleitung lohnt

Gerade wer wenig Zeit oder Lust hat, sich durch Tarifdetails und Vertragsbedingungen zu arbeiten, profitiert von einem erfahrenen Energieberater. Er kennt die typischen Fallstricke, prüft die Konditionen genau und achtet darauf, dass Bonusmodelle, Laufzeiten und Preisgarantien wirklich zu deiner Situation passen. Außerdem kann er gleich einen längerfristigen Plan ausarbeiten: regelmäßige Überprüfung der Tarife, Anpassung an veränderte Lebensumstände oder Unternehmensentwicklung und Nutzung von Förderungen.

FAQs – Gas wechseln leicht gemacht: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie lange dauert ein Gaswechsel?

Üblicherweise rund 3 Wochen, abhängig von Kündigungsfristen und administrativen Abläufen.

Muss ein Techniker vorbeikommen?

In der Regel nicht. Der Wechsel ist ein reiner Vertragswechsel, keine technische Umstellung.

Kann ich mit Schulden beim alten Anbieter wechseln?

Offene Forderungen bleiben bestehen und müssen beglichen werden, der Wechsel selbst ist aber grundsätzlich möglich.

Ist ein Wechsel wirklich kostenlos?

Ja, der Wechsel selbst verursacht normalerweise keine Kosten. Achte nur auf mögliche Mindestvertragsdauer oder Sonderkonditionen beim alten Anbieter.

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